Schachclub - Iffezheim e. V.

Nachrichtenarchiv März 2010

Jetzt hilft nur noch beten!

2010-03-28 18:34 von Christian Dettweiler

Iffezheim – Lahr 3,5:4,5

Mit Edeljoker Gerald für den beruflich verhinderten Bernd trat Iffezheim I zum Showdown gegen Tabellennachbar Lahr an. Lahr verzichtete auf Andreas Fien und baute dafür auf den starken französischen Gastspieler Olivier Wimmer am achten Brett.

Erwartungsgemäß unorthodox ging es bei Peter Kirschner gegen Bernhard los. Nach einem frühen Bauerngewinn des Lahrers für verlorenes Rochaderecht und Rückgewinn des Bauern durch Bernhard wurde die Partie aber wieder ruhig. Positionelle Nachteile wiesen Jörg und Harry auf, leichte Vorteile hatte der Berichterstatter zu verzeichnen.

Doch meinereiner war einmal mehr zu materialistisch: Anstatt ruhig den Druck auf Peter Hursts schwachen c-Bauern weiter zu erhöhen, gewann ich einen Bauern, wonach Peters Turm stark ins Spiel kam. Nach Bauernrückgewinn nahm ich sein Remisangebot an. Es folgte eine klare Niederlage des heute indisponierten Jörg gegen Jens-Uwe Schmidt. Kurz vor der Zeitnotphase verlor auch Markus gegen FM Patrice Lerch, aber bald darauf stellte Colin, der inzwischen eine Mehrfigur gegen Oliver Wieland aufwies, den Anschluss wieder her.

Gerald rechtfertigte seinen Einsatz mit einem schönen Sieg im Turmendspiel gegen den über 230 DWZ stärker eingestuften Wimmer. Doch die Freude über den Ausgleich währte nur kurz, denn Harald musste Oliver Brennenstuhl zum Sieg gratulieren, nachdem eine Bauernumwandlung nur auf Kosten einer Figur zu verhindern gewesen wäre.

Lange wehrte sich Ramadan, der zwei Springer für Turm und zwei Bauern auf dem Brett hatte. Doch Bernd Schmider fand den gewinnbringenden taktischen Kniff, opferte die Qualität zurück, wonach seine Freibauern auf der h- und f-Linie nicht mehr zu stoppen waren. Der Tag war gelaufen, und das verdient. Lahr war heute einfach diesen Tick zu stark zur uns.

Doch unser Topscorer Bernhard kämpfte bei Materialgleichheit unverdrossen weiter und pochte dabei auf sein Läuferpaar (gegen Peter Kirschners Springerpaar) und seinen Bauernvorteil am Damenflügel. Nach Abtausch der Leichtfiguren brachte der Iffezheimer das Bauernendspiel leicht zum Endstand von 3,5:4,5 nach Hause. Mit ungeschlagenen 4,5/6 ist Bernhard zweifelsohne die positive Überraschung der Spielzeit 2009/10.

 

Die Einzelresultate:

Br.

Iffezheim

DWZ

Lahr

DWZ

Ergebnis

1

Merkel, M

2127

FM Lerch, P

2272

0 : 1

2

Raka, R

2085

Schmider, B

2138

0 : 1

3

Eiler, J

2091

Schmidt, J-U

2088

0 : 1

4

Kramer, C

1951

Wieland, O

2008

1 : 0

5

Bernrader-Hauns, H

1832

Brennenstuhl, O

1997

0 : 1

6

Dettweiler, C

1909

Hurst, P

2009

0,5 : 0,5

7

Ast, B

1878

Kirschner, P

1935

1 : 0

8

Kramer, G

1848

Wimmer, O

2079

1 : 0

Schnitte / Gesamterg.

1965


2066

3,5 : 4,5

 

Horben kassiert drei kampflose Zähler von Freiburg-Wiehre ab, verbesserte sich damit auf 10 Punkte und zog wie Lahr (12 Zähler) am SCI (9) vorbei. Vize Dreisamtal gewann bei Dreiländereck mit 6:2 ebenso souverän wie Tabellenführer Brombach mit 5,5:2,5 gegen Donaueschingen, die nun auch rechnerisch abgestiegen sind. Und letztlich schlug in einem für Auf- und Abstieg bedeutungslosen Spiel Kuppenheim Oberwinden mit 4,5:3,5.

In vier Wochen reist Iffezheim nach Dreisamtal. Doch wesentlich wichtiger als die sportlich aussichtslose Schlussrunde ist das Wochenende davor, an dem wir ganz fest Neuhausen und Untergrombach in der 2. Bundesliga und Freiburg-Zähringen in der Oberliga die Daumen drücken. Diese drei Mannschaften werden ab sofort fest in die Iffezheimer Abendgebete eingeschlossen.

Vorschau auf die achte Verbandsrunde

2010-03-21 19:15 von Christian Dettweiler

Endspielzeit

Am achten Spieltag der Verbandsliga empfängt Iffezheim I kommenden Sonntag das Team aus Lahr. Für uns etwas überraschend wurde aus dem vor der Spielzeit erwarteten Ausrollen in den letzten Runden zurück Richtung Landesliga ein echtes Endspiel. Da am letzten Spieltag für beide Teams nicht viel zu holen sein dürfte, ist es die letzte Chance, den für den Klassenerhalt wohl reichenden viertletzten Platz noch aus eigener Kraft zu schaffen. Doch die Tabellensituation der beiden punktgleichen Teams darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der SCI krasser Außenseiter gegen eine mit mindestens 100 DWZ im Schnitt stärker erwartete Mannschaft aus der Ortenau ist. Ein Zähler scheint nur an einem besonders schlechten Tag der Gäste bei gleichzeitiger Höchstform von Iffezheim I möglich zu sein.  

Ansonsten dürfte der Spieltag eher unspektakulär werden. Horben kassiert drei kampflose Zähler von Freiburg-Wiehre ab, verbessert sich damit auf 10 Punkte und zieht am Verlierer des Duells Iffezheim-Lahr vorbei. Noch-Tabellenführer Dreisamtal (es läuft bekanntlich ein aussichtsreicher Protest von Brombach) wird bei Dreiländereck ebenso drei Punkte einfahren wie der Noch-Zweite Brombach gegen Donaueschingen, die danach auch rechnerisch die Liga verlassen haben werden. Und letztlich empfängt in einem vom Ausgang her offenen Duell um die goldene Ananas Kuppenheim Oberwinden.

 

Doch wie sieht es derzeit mit der Auf- und Abstiegskonstellation insgesamt aus? Nach dem heutigen Spieltag der 2. Bundesliga sind mit Viernheim, Neuhausen und OSG Baden-Baden II drei Teams gerettet, die bei einem Abstieg in die Oberliga Baden gerutscht wären. Gefährdet ist aber noch Untergrombach (6 Punkte – beachte: Zwei-Punkte-Regelung) auf dem letzten Nichtabstiegsplatz. Sie könnten am letzten Spieltag noch von Krumbach (5 Punkte) überflügelt werden. Theoretisch könnte auch Saarbrücken (4 Zähler) die U’bacher überholen, allerdings spielen sie in Runde 9 gegen den souveränen Tabellenführer Griesheim und müssten nicht nur zwei Punkte, sondern auch noch 3,5 Brettpunkte aufholen. Untergrombach spielt in der Schlussrunde gegen den Tabellendritten Böblingen, Krumbach hat mit Neuhausen die deutlich leichtere Aufgabe. Ein badischer Zweitligaabsteiger ist also nach wie vor alles andere als ausgeschlossen.

In der Oberliga Baden gibt es immer einen Absteiger mehr als Absteiger aus der 2. Bundesliga nach Baden fallen, und nur die Sieger aus den Verbandsligen Nord und Süd steigen auf. Letzteres ist deswegen erwähnenswert, weil ohne badische Zweitligaabsteiger drei Vereine aus der Oberliga in die Verbandsligen ab-, und aus den Verbandsligen neben den Meistern auch die Zweitplatzierten aufsteigen würden.

Nach dem heutigen Oberligaspieltag sind der Aufstieg ganz und der Abstieg fast entschieden. Hockenheim ist Meister. Die letzten drei Plätze fest gebucht haben Freiburg-Zähringen (fiele in die VL Süd),  Bad Mergentheim (in die VL Nord) und Slavija Karlsruhe (in die VL Nord). Am letzten Spieltag empfängt Zähringen (7 Punkte) Bad Mergentheim (5 Punkte). Das Duell ist insofern noch von Bedeutung, als der drittletzte Platz noch das rettende Ufer sein könnte, nämlich dann, wenn Untergrombach absteigt. Dann gäbe es nur zwei Oberligaabsteiger.

 

Für die Verbandsliga Süd bedeutet das folgende Varianten:

a) Die Konstellation, wenn heute schon Schluss in Liga 2 wäre: Untergrombach rettet sich (hierzu sollte den Nordbadenern ein 4:4 gegen Böblingen reichen). In der Folge steigen drei Mannschaften aus der Oberliga Baden ab, eine davon wäre Freiburg-Zähringen. In der Verbandsliga Süd gäbe es dann zwei Auf- und zwei Absteiger. In dieser Konstellation wäre Iffezheim schon heute gerettet, ebenso Lahr und Horben.

b) Untergrombach steigt ab. Dann steigen nur zwei Mannschaften aus der Oberliga ab. Das bedeutet in der Folge:

ba) Variante Zähringen schlägt Bad Mergentheim oder erreicht ein 4:4. Dann gäbe es keinen Oberligaabsteiger in die Verbandsliga Süd. In der Verbandsliga Süd gäbe es einen Aufsteiger und zwei Absteiger. Wie bei Variante a) wären Iffezheim, Lahr und Horben gerettet.

bb) Bad Mergentheim gewinnt in Zähringen. Dann steigt Zähringen in die Verbandsliga Süd ab. In der Verbandsliga Süd gäbe es einen Auf- und drei Absteiger. Nur so würde es eines der drei Teams Horben, Lahr oder Iffezheim noch erwischen.

 

Kurzum: Es sieht gar nicht so schlecht aus, aber es bleibt leider spannend.

 

In der Bezirksklasse Mittelbaden gastiert Iffezheim II kommenden Samstagabend bei der punktgleichen Mannschaft OSG Baden-Baden VI. Mit Auf- und Abstieg haben beide Teams nichts mehr zu tun. Nominell ohnehin fast immer favorisiert, sollte die Iffezheimer Zweite einmal wieder ihr Potenzial abrufen und drei Punkte einfahren.

 

In der Kreisklasse IV greift Colin Kramers Jugendteam Iffezheim IV überraschend noch in den Aufstiegskampf ein. Nur ein Punkt trennt die Vierte noch von einem Aufstiegsplatz, und in den Schlussrunden geht es noch gegen die beiden führenden Mannschaften. Allerdings ist am kommenden Samstag beim souveränen Tabellenführer Ottenau III schon eine Sternstunde nötig, um etwas Zählbares mitzunehmen.

 

Am 2. April steht im Rahmen des Spielabends ab 19.30 Uhr die Besprechung der Verbandsrundenpartien der achten Runde mit Markus Merkel auf dem Programm.

Verdiente Niederlage

2010-03-07 21:07 von Christian Dettweiler

Oberwinden - Iffezheim 5:3

Gegen die fast in Besetzung angetretenen Gastgeber aus dem Elztal gab es heute für Iffezheim I nichts zu erben. Am Ende eines fast sechsstündigen Mannschaftskampfes stand eine für den SCI sogar noch schmeichelhafte 3:5-Niederlage. Doch der Reihe nach:

Der Berichterstatter remisierte nach unspektakulärem Verlauf in nahezu spiegelbildlicher Stellung nach 21 Zügen. Es folgte eine Niederlage von Ramadan, der am heutigen Tag gegen den stark aufspielenden FM Reinhart keine Chance hatte. Der Kampf zog sich in die Zeitnotphase hin. Vorteile waren aus SCI-Sicht nur bei Bernd zu verzeichnen. Die nächste entschiedene Partie fand an Brett 1 statt, wo Markus mutig eine Figur für Angriff geopfert hatte, aber danach nicht immer die besten Züge fand. So nutzte FM Dittmar routiniert seinen Materialvorteil. Unglücklich dann Colins Niederlage: In der Annahme, er habe die Zeitkontrolle bereits geschafft, ließ er die letzten sechs Minuten für den 40. Zug herunterticken. Aber halb so wild – seine Stellung war zu diesem Zeitpunkt bereits bedenklich. Den Mannschaftskampf entschied die Niederlage von Bernd, der im Mittelspiel eine vorteilhafte Fortsetzung ausgelassen hatte und von Ralf Schmidt anschließend Zug um Zug eingeschnürt wurde.  

Doch die restlichen Iffezheimer kämpften unverdrossen weiter und wurden überraschend belohnt: Bernhard, angesichts einer Minusfigur übers Aufgeben nachdenkend, setzte nach einem Blackout von Raphael Grandidier den Oberwindener matt. Jörg hatte als Kompensation für zwei Minusbauern im Turmendspiel den König von Philipp Germer auf der Grundreihe abgeschnitten und hielt die Stellung letztlich remis. Und ein ganz dickes Lob gebührt heute Harald, der trotz des 2:5-Rückstandes ein Remisangebot von Peter Meyer ablehnte und am Ende nach großem Kampf gewinnen konnte. Seien wir ehrlich – es hätte heute auch dicker kommen können.  

  

Die Einzelresultate:

Br.

Oberwinden

DWZ

Iffezheim

DWZ

Ergebnis

1

FM Dittmar, P

2302

Merkel, M

2133

1 : 0

2

FM Reinhart, E

2275

Raka, R

2102

1 : 0

3

Germer, P

2183

Eiler, J

2085

0,5 : 0,5

4

Adler, H

2072

Kramer, C

1952

1 : 0

5

Schmidt, R

2034

Geiger, B

1979

1 : 0

6

Meyer, P

2063

Bernrader-Hauns, H

1832

0 : 1

7

Kais, E

1994

Dettweiler, C

1909

0,5 : 0,5

8

Grandidier, R

2019

Ast, B

1864

0 : 1

Schnitte / Gesamterg.

2118

 

1982

5 : 3

 

 

Das Spitzenspiel zwischen Dreisamtal und Brombach, wohl einen der bestbesetztesten Verbandsligakämpfe der letzten Jahre, gewannen die Gastgeber mit 5:3. Allerdings vermeldet Brombach auf seiner Homepage, dass ein Einspruch ihrerseits wegen eines Regelverstoßes höchstwahrscheinlich Erfolg haben werde und der Kampf mit 4:4 gewertet würde. Wäre dem so, stünde Brombach unmittelbar vor dem Aufstieg; Dreisamtal müsste auf einen zweiten Aufsteiger hoffen.

Kuppenheim kassierte kampflose drei Zähler von Freiburg-Wiehre ab. Bezüglich des Abstiegskampfes unsensibel – um nicht zu sagen unsportlich – erwies sich der jenseits von Gut und Böse befindliche SC Dreiländereck: Während das Team vom Hochrhein gegen die übrigen Abstiegskandidaten Mannschaften mit einem Gesamtschnitt von 2100 DWZ und mehr an die Bretter brachte, boten sie gegen Lahr gerade einmal ein Team mit einem Schnitt von 1954 auf, an den hinteren Brettern dabei Spieler zwischen 1500 und 1700 DWZ. So gewann Lahr klar und deutlich mit 6:2. Donaueschingen hat die allerletzte Chance auf den Klassenerhalt beim 2,5:5,5 gegen Horben verspielt und folgt Freiburg-Wiehre in die Fünftklassigkeit.