Schachclub - Iffezheim e. V.
Nachrichtenarchiv April 2010
Knappe Niederlage beim Meister!
2010-04-25 22:16 von Christian Dettweiler
Dreisamtal – Iffezheim 4,5:3,5
Mit dem Iffezheimer Standardergebnis dieser Spielzeit endete das Duell zwischen Meister und Aufsteiger Dreisamtal und Iffezheim I. Und alleine das war schon ein Erfolg. Doch gegen die an sieben von acht Brettern nominell haushoch überlegene Mannschaft aus Kirchzarten wäre mit ein wenig Glück und Konsequenz sogar noch mehr drin gewesen. Der DWZ-Schnitt von „nur“ 2107 bei Dreisamtal täuscht dabei ein wenig über die Kräfteverhältnisse hinweg, wurde er doch durch den niedrig bewerteten Jens Höfflin an Brett 8 deutlich gedrückt. An den sieben Brettern davor saß ein Gegnerschnitt von 2193! Doch der Reihe nach:
Am Anfang gratulierte man sich gegenseitig – Max Scherer uns „zum verdienten Klassenerhalt“, Markus Merkel Dreisamtal zum Aufstieg. Drei Stunden lang tat sich danach wenig auf den Brettern. Vorteile hatten Bernd, Harald und Bernhard aufzuweisen, bedenklich stand eigentlich nur Ramadan, leichte positionelle Nachteile hatte ich. Doch die ersten Zähler gingen an die Gastgeber. Harald verlor aus einer fast schon gewonnenen Stellung heraus (Rybka zeigt zweieinhalb Bauerneinheiten plus) gegen Viktor Hansen den Faden und dann recht schnell die Partie. Ihm folgte sehr unglücklich Markus, der in minimal besserer Stellung gegen IM Filipovic bei einem Figurenabtausch einen fehlerhaften Zwischenzug einstreute, der eine Figur kostete. Für das erste zählbare Resultat sorgte dann der Berichterstatter. Lange Zeit hatte ich an einem starken Läufer von Andreas Groehn gegen meinen schwächeren Springer zu knabbern. Als diese Leichtfiguren abgetauscht waren, teilten wir den Punkt durch Zugwiederholung. Den Anschlusstreffer besorgte erwartungsgemäß unser Topscorer Bernhard gegen Jens Höfflin. Ungeschlagene 5,5/7 bedeuten das sechstbeste Resultat der gesamten Liga!
Nachdem alle verbleibenden Spieler die Zeitnotphase überstanden hatten, sah es bei Ramadan gegen FM Schwing ganz düster aus. Auch Jörg wies einen Minusbauern gegen Max Scherer auf, noch bedenklicher waren allerdings zwei vorgerückte Freibauern des Dreisamtalers auf der a- und b-Linie. Colin stand ausgeglichen, während Bernd einen gesunden Mehrbauern in besserer Stellung in einem Turm/Springer-Endspiel aufwies.
Schwing beendete die Partie an Brett 2 mit einem hübschen Opfer – 1,5:3,5 aus Iffzer Sicht. Doch inzwischen hatte Bernd gegen Parvis Nabavi eine klare Gewinnstellung auf dem Brett, und auch bei Jörg konnte man so etwas wie Gegenspiel verzeichnen. Bernd verpasste leider nach lange starkem Spiel den einfachen Gewinnweg, ein folgender unglücklicher Bauernzug sorgte für ein ungewinnbares Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern – remis. Während sich bei Colin und Hans-Joachim Gierth das Material lichtete, verlor Max Scherer erst den Faden, dann die Dame gegen einen Turm und letztlich die Partie. Kurz danach reichten sich Gierth und Colin auch die Hände, in wenigen Zügen hätten sich zwei blanke Könige gegenübergestanden. So gewann Dreisamtal gewiss nicht unverdient mit 4,5:3,5, doch wie gesagt – mit etwas Glück wäre sogar ein Sieg oder zumindest ein Punkt drin gewesen.
Den Gastgebern viel Erfolg in der Oberliga!
Die Einzelresultate:
|
Br. |
Dreisamtal |
DWZ |
Iffezheim |
DWZ |
Ergebnis |
|
1 |
IM Filipovic, B |
2386 |
Merkel, M |
2127 |
1 : 0 |
|
2 |
FM Schwing, HE |
2295 |
Raka, R |
2085 |
1 : 0 |
|
3 |
Scherer, M |
2243 |
Eiler, J |
2091 |
0 : 1 |
|
4 |
Gierth, HJ |
2143 |
Kramer, C |
1951 |
0,5 : 0,5 |
|
5 |
Nabavi, P |
2157 |
Geiger, BT |
1979 |
0,5 : 0,5 |
|
6 |
Hansen, V |
2101 |
Bernrader-Hauns, H |
1832 |
1 : 0 |
|
7 |
Groehn, A |
2029 |
Dettweiler, C |
1909 |
0,5 : 0,5 |
|
8 |
Höfflin, J |
1501 |
Ast, B |
1921 |
0 : 1 |
|
Schnitte / Gesamterg. |
2107 |
|
1987 |
4,5 : 3,5 |
|
Auch in den übrigen Spielen ging es um nichts mehr. Brombach verlor überraschend mit 3,5:4,5 in Horben, doch der Aufstieg stand ja ebenfalls bereits fest (nochmals Glückwunsch an den Hochrhein!). Donaueschingen gewann kampflos gegen Dreiländereck, die sich die Reise schenkten. Kuppenheim verteidigte in Lahr den dritten Tabellenplatz mit einem 6,5:1,5-Kantersieg. Und wie schon länger bekannt war, gewann Oberwinden kampflos gegen Absteiger Freiburg-Wiehre.
Tja, und wir bleiben noch ein Jahr oben – am Ende einer seltsamen Spielzeit. Sie war angesichts dessen, dass der SCI die nominellen Topteams Dreisamtal, Kuppenheim und Dreiländereck am Rande von Niederlagen bzw. Punktverlusten hatte und auch gegen Lahr und Oberwinden nur knapp den Kürzeren zog, gewiss das Beste, was eine Iffezheimer Mannschaft jemals abgeliefert hatte. Andererseits halfen der kampflose Sieg gegen Horben und der Rückzug von Freiburg-Wiehre kräftig am Klassenerhalt mit. Umgekehrt könnte man auch konstatieren, dass das 6,5:1,5 gegen Donaueschingen in Runde 1 bereits der Klassenerhalt war. Wie gesagt – eine seltsame Spielzeit. Auf ein Neues in 2010/11!
Letzter Spieltag – es geht um nichts mehr
2010-04-18 12:45 von Christian Dettweiler
Nach zwei Endspielen am letzten Spieltag bei den beiden letzten Verbandsligaauftritten reist Iffezheim I am kommenden Sonntag völlig entspannt nach Dreisamtal. Auf- und Abstieg in der Verbandsliga Süd sind entschieden, jetzt geht es nur noch um die Kür in Form des einen oder anderen Einzelerfolges. Denn mehr ist nicht drin beim nominell besten Team der Liga, dessen Aufstieg in die Oberliga seit vergangenem Wochenende ebenso feststeht wie der Iffezheimer Nichtabstieg. Die nackten Zahlen lassen sogar eher die Höchststrafe erwarten: Die vorderen Bretter sind mit IM Branko Filipovic (DWZ 2386), FM Markus Rufener (2343), FM Hans-Elmar Schwing (2302) sowie IM Hans-Jürg Kaenel (2330) herausragend besetzt. Und dahinter kommen noch so schachliche Schwergewichte wie bspw. die badische Größe Max Scherer (2192). Selbst die Ranglistennummer 11 der Gastgeber ist noch deutlich höher eingestuft als unsere Nr. 1. Aber für die eine oder andere Einzelüberraschung ist der SCI ja immer gut. Und dieses letzte sportliche Highlight der Spielzeit 2009/10 müssen wir einfach genießen.
Auch in den übrigen Spielen geht es um nichts mehr. Brombach dürfte in Horben die Meisterschaft absichern, der Aufstieg stand ja ebenfalls bereits fest. Donaueschingen wird sich wohl mit einer Niederlage gegen Dreiländereck aus der Liga verabschieden. Und Kuppenheim möchte gerne in Lahr den dritten Tabellenplatz verteidigen. Erforderlich dazu ist ein Sieg, da Oberwinden kampflos gegen Absteiger Freiburg-Wiehre gewinnt. Doch das sollte machbar sein.
Iffezheim II dürfte mit einem klaren Sieg
gegen das abgeschlagene Schlusslicht Bühlertal II eine durchwachsene Bezirksligaspielzeit
beschließen. Für den Aufsteiger war weit mehr drin als der Mittelfeldplatz, der
letztlich herausspringen wird. Positiv zu vermerken ist neben dem
herausragenden Ergebnis von Topscorer Mark Maltring, dass die Zweite zu keinem
Zeitpunkt in echter Abstiegsgefahr schwebte.
Wenig zu ernten sein wird wohl für Iffezheim IV am letzten Spieltag der
vierten Kreisklasse gegen den vermutlichen Aufsteiger Vimbuch IV. Aber vielleicht ist ja doch eine Überraschung drin? In jedem Fall hat
Colin Kramers junges Team eine prima erste Spielzeit hingelegt, wurde das Team
doch im Jahr 2009 komplett „runderneuert“.
Klassenerhalt!
2010-04-11 19:51 von Christian Dettweiler
Iffezheim I bleibt in der Verbandsliga
Nur noch die Älteren unter den mittelbadischen Schachspielern können sich daran erinnern, wann letztmalig ein mittelbadischer Verbandsligaaufsteiger, der keine aufgerüstete Ooser Truppe war, die Klasse gehalten hat. Es handelte sich dabei übrigens um die SG Baden-Baden, die 1988 in die Verbandsliga Süd aufstieg und immerhin zwei Spielzeiten dort verweilte. Alle anderen mittelbadischen Landesligameister (je zweimal Sasbach und Iffezheim sowie je einmal Hörden I und II, Lichtental, Durmersheim, Kuppenheim II, Gernsbach und der SC Rastatt - alle anderen Aufsteiger kamen aus dem Ortenaukreis) stiegen sofort im ersten Jahr wieder ab.
Doch seit heute ist der Bann gebrochen - sollte es nicht noch irgendwelche unerwarteten Rückzüge und daraus resultierende dumme Konstellationen in den oberen Klassen geben, hält Iffezheim I die Klasse!
Nach dem heutigen letzten Spieltag der 2. Bundesliga haben sich alle Teams gerettet, die bei einem Abstieg in die Oberliga Baden gerutscht wären. Aus der Oberliga Baden steigen bei dieser Konstellation (also ohne badische Zweitligaabsteiger) drei Vereine in die Verbandsligen ab und aus den Verbandsligen neben den Meistern auch die Zweitplatzierten auf. Freiburg-Zähringen halfen das 4:4 in der Schlussrunde gegen Verfolger Bad Mergentheim und das Verteidigen des drittletzten Platzes also nichts, die Breisgauer steigen in die Verbandsliga Süd ab, Bad Mergentheim und Slavija Karlsruhe fallen in die Verbandsliga Nord.
Für die Verbandsliga Süd bedeutet das: Brombach und Dreisamtal steigen – unabhängig von den Ergebnissen in der Schlussrunde – in die Oberliga auf. Beiden Teams hierzu schon einmal herzlichen Glückwunsch!
Und es gibt nur zwei Absteiger, diese heißen Freiburg-Wiehre und Donaueschingen. Iffezheim ist bei sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bei nur noch einer ausstehenden Runde gerettet. Wer hätte vor der Spielzeit im Traum daran gedacht?
Da kann es nach der Saison nur heißen: Hoch die Tassen!